Pilze dörren

Pilze dörren – So machst du deinen Waldschatz haltbar

Ob selbst gesammelt im Wald oder frisch vom Markt: Pilze sind ein echtes Geschenk der Natur. Doch wie lassen sich die aromatischen Schätze länger haltbar machen? Ganz einfach – durch Dörren! Getrocknete Pilze behalten ihr intensives Aroma, sind platzsparend zu lagern und im Handumdrehen wieder einsatzbereit für Suppen, Saucen oder Risotto. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du Pilze ganz unkompliziert selbst dörren kannst – im Dörrautomaten, Backofen oder sogar an der Luft. So kannst du deine Pilzfunde noch viele Monate genießen!

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Welche Pilze eignen sich zum Dörren?

Nicht alle Pilzsorten sind ideal zum Trocknen. Besonders gut eignen sich:

  • Steinpilze
  • Maronen-Röhrlinge
  • Herbsttrompeten
  • Pfifferlinge
  • Shiitake (auch Zuchtpilze)
  • Parasolpilze

Weniger geeignet: Champignons, weil sie beim Trocknen viel Aroma verlieren.

Vorbereitung: So bereitest du Pilze richtig vor

  1. Nur frische, einwandfreie Pilze verwenden.
  2. Nicht waschen, sondern mit einem Pinsel oder Tuch gründlich säubern.
  3. In gleichmäßige, dünne Scheiben schneiden (ca. 3–5 mm), damit sie gleichmäßig trocknen.
  4. Druckstellen und schlechte Stellen wegschneiden.

Methoden zum Dörren

1. Im Dörrautomaten (empfohlen)

  • Temperatur: 40–50 °C
  • Dauer: 4–8 Stunden (je nach Dicke)
  • Vorteil: gleichmäßiges Trocknen ohne Aufwand

2. Im Backofen

  • Backofen auf 40–50 °C (Umluft) einstellen
  • Backblech mit Backpapier auslegen, Pilze darauf verteilen
  • Holzlöffel in die Ofentür klemmen für Luftzirkulation
  • Trocknungsdauer: ca. 5–10 Stunden, regelmäßig wenden

3. An der Luft trocknen (nur bei trockener, warmer Luft)

  • Pilzscheiben auf Gitter oder Schnur auffädeln
  • In gut belüftetem Raum oder über der Heizung aufhängen
  • Dauert mehrere Tage

Lagerung: So bleiben getrocknete Pilze lange haltbar

  • Komplett durchtrocknen lassen (knusprig, kein Restfeuchte!)
  • In luftdichte Gläser, Schraubgläser oder Vakuumbeutel füllen
  • Kühl, trocken und dunkel lagern
  • Haltbarkeit: bis zu 1 Jahr oder länger

Tipp: Trockenmittel (z. B. Silicagel) sorgt für extra Sicherheit gegen Restfeuchte.

Verwendung in der Küche

  • Vor der Verwendung: mit warmem Wasser einweichen (ca. 20–30 Minuten)
  • Einweichwasser nicht wegschütten – es enthält viel Aroma und kann mitverwendet werden
  • Ideal für:
    • Risotto
    • Pilzsaucen
    • Gulasch
    • Suppen
    • Pilzpulver für Würze in allen Gerichten

Tipps & Hinweise

  • Nicht mischen: Trockne verschiedene Pilzsorten am besten getrennt, da sie unterschiedlich riechen und schmecken.
  • Pilzpulver herstellen: Getrocknete Pilze in einem Mixer oder Mörser fein mahlen – ergibt eine tolle Würzgrundlage!
  • Achtung bei Wildpilzen: Nur sammeln, was du sicher kennst – im Zweifel von Pilzberatern prüfen lassen!

Fazit

Pilze zu dörren ist eine einfache, natürliche Methode, um das Beste aus der Pilzsaison mit in den Winter zu nehmen. Ob als Vorrat für die Küche oder als selbst gemachtes Geschenk – getrocknete Pilze sind vielseitig, aromatisch und lange haltbar. Viel Freude beim Trocknen und Genießen!

Steinpilze:

Steinpilze (Boletus edulis) zählen zu den beliebtesten Speisepilzen Europas. Sie haben ein festes, nussiges Aroma und eine dicke, weiße bis bräunliche Kappe. Steinpilze wachsen bevorzugt in Nadel- und Mischwäldern von Sommer bis Herbst und gehen eine Symbiose mit Bäumen ein. Sie lassen sich frisch, getrocknet oder eingefroren verwenden und passen hervorragend zu Pasta, Fleischgerichten oder in Pilzpfannen. Wichtig: Roh sind sie ungenießbar – immer gut durchgaren!

Verwendung in der Küche:

  • Vielseitig einsetzbar: gebraten, geschmort, gegrillt, getrocknet oder als Pulver
  • Perfekt für:
    • Pilzpfannen und Risottos
    • Pasta- und Fleischgerichte
    • Suppen, Saucen, Füllungen
  • Intensives, nussig-würziges Aroma – kein starker Eigengeschmack nötig
  • Getrocknet besonders aromatisch und lange haltbar
  • Nicht roh verzehren – immer gut durchgaren

Nährstoffe & Inhaltsstoffe:

  • Kalorienarm (ca. 35 kcal pro 100 g)
  • Reich an Eiweiß für ein pflanzliches Lebensmittel
  • Enthält:
    • B-Vitamine (v. a. B2, B3 und B5)
    • Vitamin D (in kleinen Mengen – vor allem bei Sonnenkontakt)
    • Kalium, Phosphor, Zink, Selen
    • Ballaststoffe (fördern die Verdauung)

Gesundheitsaspekte:

  • Unterstützen das Immunsystem durch Antioxidantien und Selen
  • Günstig für den Stoffwechsel durch B-Vitamine
  • Sättigend bei gleichzeitig niedriger Kaloriendichte
  • Ballaststoffe unterstützen Darmgesundheit
  • Glutenfrei, laktosefrei und vegan – für viele Ernährungsformen geeignet

Dörren:

Dörren ist eine der ältesten Methoden zur Konservierung von Lebensmitteln. Durch den Entzug von Wasser werden Lebensmittel haltbarer gemacht und behalten gleichzeitig einen Großteil ihrer Nährstoffe. Hier sind einige wichtige Informationen zum Dörren:

Grundlagen des Dörrens:

  • Prinzip:
    • Beim Dörren wird den Lebensmitteln durch warme, zirkulierende Luft Feuchtigkeit entzogen. Dieser Prozess, auch Dehydrierung genannt, verhindert das Wachstum von Mikroorganismen, die für den Verderb verantwortlich sind.
  • Geeignete Lebensmittel:
    • Dörren eignet sich für eine Vielzahl von Lebensmitteln, darunter Obst, Gemüse, Kräuter und sogar Fleisch.
  • Vorbereitung:
    • Vor dem Dörren sollten Lebensmittel gründlich gewaschen und gegebenenfalls von Kernen, Stielen und beschädigten Stellen befreit werden.
    • Um ein gleichmäßiges Trocknen zu gewährleisten, ist es wichtig, die Lebensmittel in gleichmäßige Stücke oder Scheiben zu schneiden.

Methoden des Dörrens:

  • Dörrautomat:
    • Ein Dörrautomat ist ein speziell entwickeltes Gerät, das eine kontrollierte Temperatur und Luftzirkulation bietet.
    • Diese Methode ist besonders schonend und liefert gleichmäßige Ergebnisse.
  • Backofen:
    • Auch im Backofen lassen sich Lebensmittel dörren. Wichtig ist, eine niedrige Temperatur (ca. 40-70 °C) einzustellen und die Ofentür einen Spalt offen zu lassen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  • Lufttrocknung:
    • Diese Methode ist die einfachste, erfordert jedoch viel Zeit und ist stark von den Umgebungsbedingungen abhängig. Sie eignet sich besonders gut für Kräuter.

Tipps für das Dörren:

  • Hygiene:
    • Achten Sie auf saubere Arbeitsflächen und Utensilien, um das Risiko von Verunreinigungen zu minimieren.
  • Temperatur und Zeit:
    • Die optimale Temperatur und Dörrzeit variieren je nach Art und Größe der Lebensmittel.
    • Informieren Sie sich über die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Lebensmittel.
  • Lagerung:
    • Gedörrte Lebensmittel sollten in luftdichten Behältern an einem kühlen, dunklen Ort gelagert werden.

Vorteile des Dörrens:

  • Haltbarkeit:
    • Dörren verlängert die Haltbarkeit von Lebensmitteln erheblich.
  • Nährstoffe:
    • Im Vergleich zu anderen Konservierungsmethoden bleiben beim Dörren viele Vitamine und Mineralstoffe erhalten.
  • Geschmack:
    • Gedörrte Lebensmittel haben oft einen intensiven, konzentrierten Geschmack.
  • Platzsparend:
    • Gedörrte Lebensmittel benötigen deutlich weniger Lagerplatz als frische.

Produkte und Links:

Ich wünsche Euch viel Spaß beim sammeln und dörren. Ein weiteres Rezept zum Haltbar machen findet ihr hier.

Rezept Pilze dörren:

Pilze dörren

Rezept von loveliveeatlandleben
Gericht: DörrenSchwierigkeit: mittel
Vorbereitung

40

minutes
Dörrzeit

8

hours 

Zutaten:

  • Pilze – am besten Steinpilze

Zubereitung:

  • Die Pilze putzen (nicht waschen) und in maximal 5mm dicke scheiben schneiden
  • Notfalls Druckstellen oder schlechte Stelle weg schneiden
  • Auf Dörrmaten oder Gitter verteilen
  • den Automat bestücken und bei 40° ca. 8 Stunden trocknen lassen
  • Test durch Bruch ob die Pilze trocken und knackig sind
  • In Gläsern luftdicht verpacken – trocken und dunkel lagern
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