Küken- und Hühnerfutter selbst hergestellt

Hallo ihr Lieben, wir haben nun ein paar Mal Küken mit einem Brutautomaten selbst ausgebrütet, aufgezogen und damit angefangen uns unsere Hühnerschar aufzubauen. Und in diesem Zuge haben wir auch das Küken- und Hühnerfutter selbst hergestellt. Das ist eine ideale Ergänzung zum Trockenfutter und auch wichtig im Winter wenn eure Hühner im Garten keine Insekten und auch kein Grünfutter mehr finden.

Es hat wirklich gut funktioniert und unsere Hühner lieben das Futter sehr. Wir haben sie so auch sehr gut zähmen können, denn mittlerweile wissen sie ganz genau was eine Schüssel bedeutet und kommen freudig angestürmt.

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Hier findet ihr Infos zu den Bestandteilen des Futters, es ist nicht schlimm wenn mal eine Zutat fehlt. Ihr könnt auch immer wieder variieren um Abwechslung rein zu bringen. Achtet bei den Zutaten immer auf die Qualität. Gebt den Hühnern nichts was ihr nicht auch essen würdet. Denkt immer daran, ihr esst später die Eier oder vielleicht sogar das Huhn.

Ihr müsst bei den getrockneten Zutaten nicht unbedingt spezielle Hühnerpräparate nehmen, wichtig ist hier nur die Qualität und wenn ihr es selbst essen würdet, dann ist es auch gut für eure Hühner.

Karotten:

Die Karotten raspel ich für junge Küken sehr fein, später nutze ich dann den Thermomix zum zerkleinern.

Frische Karotten sind eine ausgezeichnete Ergänzung zum Speiseplan von Hühnern, da sie viele wichtige Nährstoffe liefern und zur allgemeinen Gesundheit der Tiere beitragen. Hier sind die Hauptgründe, warum Karotten gut für Hühner sind:

  • Reich an Vitamin A (Beta-Carotin): Karotten sind besonders bekannt für ihren hohen Gehalt an Beta-Carotin, einem Vorläufer von Vitamin A. Vitamin A ist entscheidend für die Sehkraft der Hühner, die Immungesundheit, die Eiproduktion und die allgemeine Zellentwicklung. Ein Mangel an Vitamin A kann zu Sehproblemen, einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten und einer reduzierten Legeleistung führen.
  • Vitamine und Mineralstoffe: Neben Vitamin A enthalten Karotten auch andere wichtige Vitamine wie Vitamin K, Vitamin B6 und Vitamin C, sowie Mineralstoffe wie Kalium und Mangan. Diese tragen zu verschiedenen Körperfunktionen bei, einschließlich der Knochengesundheit, des Stoffwechsels und der Immunfunktion.
  • Antioxidantien: Das Beta-Carotin und andere in Karotten enthaltene Verbindungen wirken als Antioxidantien. Diese helfen, die Zellen der Hühner vor Schäden durch freie Radikale zu schützen, was die allgemeine Gesundheit fördert und das Risiko von Krankheiten verringert.
  • Verdauungsfördernd (Ballaststoffe): Karotten enthalten Ballaststoffe, die eine gesunde Verdauung bei Hühnern unterstützen. Ballaststoffe können helfen, Verstopfung vorzubeugen und die Darmgesundheit zu fördern.
  • Natürliche Pigmentierung: Das Beta-Carotin in Karotten kann auch zu einer intensiveren Farbe des Eigelbs beitragen. Viele Halter bevorzugen ein tiefgelbes oder orangefarbenes Eigelb, und Karotten können dies auf natürliche Weise fördern.
  • Beschäftigung und Abwechslung: Das Anbieten von ganzen oder grob zerkleinerten Karotten bietet den Hühnern auch eine Form der Beschäftigung. Sie picken gerne daran herum, was Langeweile reduziert und das natürliche Verhalten der Futtersuche anregt.

Wie man Karotten an Hühner verfüttert:

Man kann Karotten roh an Hühner verfüttern, entweder als ganze Stücke (wenn sie nicht zu groß sind) oder grob geraspelt bzw. in Scheiben geschnitten, um das Picken zu erleichtern. Es ist wichtig, sie als Ergänzung und nicht als Hauptfutter zu betrachten, da Hühner ein ausgewogenes Alleinfutter benötigen, um alle ihre Ernährungsbedürfnisse zu decken.

Brennnessel:

Brennnessel pflücke ich frisch im Garten oder ich trockne sie in Bündeln für den Winter.

Frische Brennnesseln sind ein echtes Superfood für Hühner und bieten zahlreiche Vorteile für deren Gesundheit und Wohlbefinden. Hier sind die Hauptgründe, warum sie so gut sind:

Brennnesseln sind wahre Nährstoffbomben. Sie enthalten viele wichtige Vitamine (insbesondere Vitamin C, K, B12 und Provitamin A), Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphor und Silicium sowie Spurenelemente. Diese Nährstoffkombination unterstützt die allgemeine Gesundheit und Vitalität der Hühner.

Stärkung des Immunsystems

Durch den hohen Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen (z.B. Flavonoide) können Brennnesseln das Immunsystem der Hühner stärken. Dies macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Infektionen.

Förderung der Verdauung und des Stoffwechsels

Brennnesseln wirken stoffwechsel- und verdauungsanregend. Die enthaltenen Gerbstoffe unterstützen eine gesunde Darmflora und können sogar bei Fressunlust helfen. Ein gut funktionierendes Verdauungssystem ist entscheidend für die Nährstoffaufnahme und die allgemeine Gesundheit der Tiere.

Unterstützung der Blutbildung

Besonders bemerkenswert ist der hohe Eisengehalt der Brennnesseln. Eisen ist essenziell für die Blutbildung und kann Hühnern, die beispielsweise unter einem Milbenbefall leiden und dadurch Blut verlieren, helfen, sich schneller zu erholen.

Positive Wirkung auf die Legeleistung und Eiqualität

Einige Quellen deuten darauf hin, dass Brennnesseln die Legetätigkeit von Hühnern fördern und zu einem höheren Eigewicht sowie einer intensiveren Dotterfarbe (dank Carotinoiden wie Lutein) beitragen können.

Förderung von Wachstum und Gefiederentwicklung

Gerade in der Kükenaufzucht sind Brennnesseln wertvoll. Sie liefern Proteine und Mineralstoffe, die das Wachstum und die Knochenbildung unterstützen. Vitamin A trägt zur Hautgesundheit und zur Entwicklung eines starken, glänzenden Gefieders bei, was besonders in der Mauser hilfreich ist.

Wie füttert man Brennnesseln am besten?

Obwohl Brennnesseln so gesund sind, können die Brennhaare die Hühner abschrecken. Hier sind ein paar Tipps zur Fütterung:

  • Welken lassen: Schneide die Brennnesseln ab und lasse sie für etwa einen halben Tag in der Sonne liegen. Dadurch verlieren die Brennhaare ihre Wirkung.
  • Kleinhacken: Hacke die frischen Brennnesseln klein, bevor du sie verfütterst. Das macht sie besser genießbar und verringert das Brennen.
  • Kurz überbrühen: Ein kurzes Überbrühen mit heißem Wasser neutralisiert ebenfalls die Brennhaare. Anschließend gut abkühlen lassen.
  • Trocknen: Du kannst Brennnesseln auch trocknen und die zerriebenen Blätter später ins Futter mischen.

Eier:

Hart gekochte Eier sind eine ausgezeichnete Ergänzung zum Speiseplan von Hühnern, und das aus mehreren guten Gründen. Ich nutze hierfür unsere eigenen Eier, zum Beispiel die die einen kleinen Knacks haben.

Hart gekochte Eier sind wahre Nährstoffbomben und bieten Hühnern eine Fülle wichtiger Vitamine und Mineralien. Sie sind besonders reich an:

  • Protein: Eier sind eine hervorragende Proteinquelle, die für das Wachstum, die Federentwicklung und die allgemeine Gesundheit der Hühner unerlässlich ist. Dies ist besonders wichtig für Legehennen, die viel Protein für die Eierproduktion benötigen.
  • Vitamine: Sie enthalten eine breite Palette an Vitaminen, darunter B-Vitamine (wie B12 und Riboflavin), Vitamin A, D und E, die alle eine Rolle bei verschiedenen Stoffwechselprozessen spielen und das Immunsystem stärken.
  • Mineralien: Hühner profitieren auch von Mineralien wie Eisen, Kalzium, Phosphor und Selen, die in hart gekochten Eiern vorkommen. Kalzium ist beispielsweise entscheidend für starke Eierschalen.

Leicht verdaulich

Durch das Kochen werden die Proteine im Ei denaturiert, was sie für Hühner leichter verdaulich macht. Rohe Eier können hingegen bestimmte Enzyme enthalten, die die Aufnahme von Nährstoffen hemmen können.

Steigerung der Legeleistung

Die zusätzlichen Proteine und Nährstoffe in hart gekochten Eiern können die Legeleistung der Hühner positiv beeinflussen. Eine gute Ernährung ist die Grundlage für eine konsistente Eierproduktion.

Federgesundheit und Mauser

Während der Mauser, wenn Hühner ihre alten Federn abwerfen und neue entwickeln, ist der Proteinbedarf besonders hoch. Hart gekochte Eier liefern das benötigte Protein, um eine gesunde und schnelle Federregeneration zu unterstützen.

Gesunder Snack und Beschäftigung

Neben den ernährungsphysiologischen Vorteilen sind hart gekochte Eier auch ein willkommener Leckerbissen für Hühner. Sie können als gelegentlicher Snack gegeben werden und bieten den Tieren gleichzeitig etwas Beschäftigung. Es ist jedoch wichtig, sie nur in Maßen zu füttern und als Ergänzung zum Hauptfutter und nicht als Ersatz anzubieten.

Wie man hart gekochte Eier füttert

Zerkleinere die hart gekochten Eier, Schale inklusive, bevor du sie deinen Hühnern gibst. Die Schale liefert zusätzliches Kalzium. Du kannst sie direkt verfüttern oder unter das normale Hühnerfutter mischen.

Hart gekochte Eier sind also ein nahrhafter, leicht verdaulicher und beliebter Leckerbissen, der die Gesundheit und Produktivität deiner Hühner auf vielfältige Weise unterstützen kann.

Haferflocken:

Haferflocken können eine gute Ergänzung zur Ernährung von Hühnern sein, aber es ist wichtig zu verstehen, dass sie kein Alleinfuttermittel sind. Sie bieten bestimmte Vorteile, haben aber auch Nachteile, wenn sie in zu großen Mengen oder als einzige Nahrungsquelle gefüttert werden.

Ich nutze Haferflocken immer in dem Frischfutter so weichen sie leicht auf und dann die feinen.

Vorteile von Haferflocken für Hühner

  • Kohlenhydrate und Energie: Haferflocken sind reich an Kohlenhydraten und liefern Hühnern somit Energie, die sie für ihre Aktivitäten und die Eierproduktion benötigen.
  • Ballaststoffe: Sie enthalten Ballaststoffe, die eine gute Verdauung fördern können.
  • Vitamine und Mineralstoffe: Hafer liefert wichtige Mineralstoffe wie Eisen und Zink und einige B-Vitamine.
  • Verdaulichkeit (in Maßen): Insbesondere Quetschhafer oder eingeweichte Haferflocken sind für Hühner gut verdaulich und werden oft gerne gefressen.
  • Wärmende Leckerbissen: An kalten Wintertagen können warme Haferbrei-Portionen ein willkommener und wärmender Leckerbissen sein.

Was du beachten solltest

Trotz der Vorteile gibt es wichtige Punkte, die bei der Fütterung von Haferflocken an Hühner beachtet werden müssen:

  • Kein Alleinfuttermittel: Haferflocken allein enthalten nicht alle lebensnotwendigen Nährstoffe, die Hühner für eine ausgewogene Ernährung benötigen. Es fehlen zum Beispiel wichtige Vitamine wie A, D und E.
  • Geringer Kalzium- und Phosphorgehalt: Der Kalzium- und Phosphorgehalt in Hafer ist sehr gering, was bei einseitiger Fütterung zu Mangelerscheinungen führen kann, insbesondere dünne Eierschalen und Entkalkung der Knochen.
  • Beta-Glucane und Verdauungsprobleme: Hafer enthält lösliche Ballaststoffe, sogenannte Beta-Glucane. Hühner fehlt ein Enzym, um diese Beta-Glucane optimal aufzuspalten. In größeren Mengen können diese Beta-Glucane im Darm der Hühner eine zähflüssige, gelartige Masse bilden, die die Nährstoffaufnahme aus dem restlichen Futter beeinträchtigen und sogar die Darmwand angreifen kann. Dies kann zu Verdauungsproblemen und klebrigem Kot führen.
  • Maßvolle Fütterung: Haferflocken sollten daher nur in Maßen als Ergänzung zu einem ausgewogenen Hühnerfutter (Legemehl, Körnermischungen) gegeben werden. Ein Anteil von 10-20% Hafer in der täglichen Ration ist in der Regel unbedenklich.

Zubereitung und Verfütterung

  • Eingeweicht oder gequetscht: Viele Hühner bevorzugen Haferflocken, die kurz in Wasser eingeweicht wurden oder als Quetschhafer vorliegen. Das macht sie noch leichter verdaulich.
  • Als Leckerbissen: Sie eignen sich hervorragend als gelegentlicher Leckerbissen, besonders im Winter, eventuell vermischt mit etwas Obst oder Gemüse.
  • Keine Milch: Vermeide es, Haferflocken mit Milch anzumischen, da Milch bei Hühnern abführend wirken kann.
  • Keine großen Mengen auf einmal: Achte darauf, dass Hühner nicht zu viel Haferflocken auf einmal fressen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Haferflocken in Maßen eine gute und beliebte Ergänzung für die Hühnerernährung sein können, solange sie nicht das Hauptfutter ersetzen und die Tiere weiterhin alle notwendigen Nährstoffe erhalten.

Bierhefe:

Bierhefe ist aus mehreren Gründen eine wertvolle Ergänzung im Futter für Hühner. Sie ist ein echtes Powerpaket an Nährstoffen und kann die Gesundheit und Vitalität der Tiere auf vielfältige Weise unterstützen:

Bierhefe ist bekannt für ihren hohen Gehalt an:

  • B-Vitaminen: Diese Vitamine sind essenziell für einen reibungslosen Stoffwechsel (Energie-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel) und spielen eine wichtige Rolle bei der Zellbildung und der Stärkung des Immunsystems.
  • Aminosäuren: Bierhefe ist eine gute Proteinquelle und enthält wichtige essentielle Aminosäuren wie Lysin und Methionin. Besonders Methionin ist für Hühner maßgebend, da es für den Eiweißaufbau und eine gesunde Federbildung unerlässlich ist. Ein Mangel kann zu schlechtem Federkleid, geringer Eibildung und Stoffwechselproblemen führen.
  • Mineralstoffen und Spurenelementen: Sie liefert unter anderem Zink, Kupfer, Eisen, Chrom, Selen, Calcium und Phosphor, die alle für verschiedene Körperfunktionen und die Gesunderhaltung wichtig sind.

Förderung der Darmgesundheit und Verdauung

Bierhefe hat einen präbiotischen Effekt und kann die Darmflora stabilisieren und die Verdauung unterstützen. Eine gesunde Darmflora ist entscheidend für die Aufnahme von Nährstoffen und schützt die Hühner vor Krankheiten. Dies kann zu einer besseren Futterverwertung und somit zu einer effizienteren Nährstoffaufnahme führen.

Stärkung des Immunsystems

Durch die Vielzahl an Vitaminen, Mineralien und Enzymen unterstützt Bierhefe das Immunsystem der Hühner. Ein starkes Immunsystem hilft den Tieren, besser mit Belastungen, Stress und potenziellen Krankheitserregern umzugehen.

Unterstützung bei Wachstum und Legeleistung

Gerade in Phasen hoher Belastung, wie dem Wachstum bei Küken und Junghühnern, der Legephase oder der Mauser (Federwechsel), kann Bierhefe die Hühner optimal mit den benötigten Nährstoffen versorgen. Sie trägt zu einem kräftigen und glänzenden Federkleid bei und kann die Legeleistung sowie die Befruchtungs- und Schlupffähigkeit der Eier positiv beeinflussen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bierhefe ein vielseitiges und natürliches Ergänzungsmittel ist, das die Vitalität, Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Hühnern auf natürliche Weise fördert.

Oregano:

Oregano ist aus verschiedenen Gründen sehr gut für Hühner und wird zunehmend als natürliche Alternative zu Antibiotika in der Geflügelzucht eingesetzt. Hier sind die Hauptvorteile:

1. Starke antimikrobielle und antibakterielle Eigenschaften

Oregano enthält wichtige bioaktive Komponenten wie Carvacrol und Thymol. Diese wirken stark gegen eine Vielzahl von schädlichen Bakterien, Viren und Pilzen. Das hilft, häufige Geflügelkrankheiten zu bekämpfen oder zu verhindern, darunter:

  • E. coli
  • Salmonellen
  • Kokzidiose (eine parasitäre Darmerkrankung)
  • Staphylokokken
  • Sogar Geflügelpest und infektiöse Bronchitis

2. Stärkung des Immunsystems

Oregano fördert die Produktion von Antikörpern und verbessert die Immunantwort der Hühner. Dies macht die Tiere widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Stress, was besonders in Phasen wie dem Legen oder bei Hühnerküken wichtig ist.

3. Verbesserte Verdauung und Nährstoffaufnahme

Die Inhaltsstoffe des Oreganos können die Darmgesundheit der Hühner positiv beeinflussen. Sie helfen, ein gesundes Darmmikrobiom aufrechtzuerhalten, indem sie das Wachstum „guter“ Bakterien fördern und „schlechte“ Bakterien reduzieren. Eine bessere Darmgesundheit führt zu:

  • Effizienterer Nährstoffaufnahme aus dem Futter.
  • Verbesserter Futterverwertung, was zu einem besseren Wachstum und einer höheren Gewichtszunahme bei Mastgeflügel führen kann.

4. Antioxidative Wirkung

Oregano ist reich an Antioxidantien (wie Phenole und Flavonoide), die helfen, oxidativen Stress in den Zellen der Hühner zu reduzieren. Oxidativer Stress kann zu Zellschäden führen und die allgemeine Gesundheit beeinträchtigen. Die antioxidative Wirkung trägt zur Verbesserung der Eiqualität bei Legehennen bei und kann die Haltbarkeit des Fleisches bei Masthühnern verlängern.

5. Entzündungshemmende Eigenschaften

Oregano hat auch entzündungshemmende Wirkungen, die bei der Linderung von Entzündungen im Körper der Hühner helfen können.

6. Weniger Bedarf an Antibiotika

Aufgrund seiner vielfältigen gesundheitlichen Vorteile kann Oregano dazu beitragen, den Einsatz von antibiotischen Wachstumsförderern und anderen Medikamenten in der Geflügelzucht zu reduzieren. Dies ist besonders vorteilhaft für die Produktion von antibiotikafreiem Geflügel.

Wie kann man Oregano verfüttern?

Man kann Oregano auf verschiedene Weisen an Hühner verabreichen:

  • Frisch: Einfach frische Oreganozweige oder -blätter in den Stall oder Auslauf legen. Viele Hühner picken ihn gerne.
  • Getrocknet: Getrockneten Oregano ins Futter mischen.
  • Als Öl oder Extrakt: Oregano-Öl oder -Extrakte können dem Trinkwasser oder Futter beigemischt werden, sollten aber sorgfältig dosiert werden, da sie sehr konzentriert sind.

Insgesamt ist Oregano eine wertvolle und natürliche Ergänzung für die Hühnerhaltung, die zur Förderung der Gesundheit und Produktivität der Herde beitragen kann.

Kurkuma:

urkuma (Gelbwurz) wird in der Hühnerhaltung zunehmend als natürliches Ergänzungsfuttermittel eingesetzt, da es eine Reihe von potenziellen Vorteilen für die Gesundheit und Leistung der Tiere bieten kann. Die wichtigsten Gründe, warum Kurkuma gut für Hühner sein kann, sind:

  • Entzündungshemmende Wirkung: Der Hauptwirkstoff in Kurkuma, Curcumin, ist bekannt für seine starken entzündungshemmenden Eigenschaften. Dies kann helfen, Entzündungen im Körper der Hühner zu reduzieren, sei es im Darm, in Gelenken oder anderen Organen.
  • Stärkung des Immunsystems: Kurkuma kann das Immunsystem von Hühnern stärken und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten erhöhen. Es hat immunmodulierende Effekte, die dazu beitragen können, den Bedarf an Antibiotika zu verringern.
  • Verdauungsfördernd: Kurkuma kann die Verdauung unterstützen und die Darmgesundheit verbessern. Es wird angenommen, dass es die Enzymbildung anregt und eine positive Wirkung auf den gesamten Verdauungstrakt hat. Dies kann auch dazu beitragen, Kokzidiose vorzubeugen.
  • Antioxidative Eigenschaften: Kurkuma ist ein starkes Antioxidans, das helfen kann, schädliche freie Radikale im Körper zu neutralisieren. Dies trägt zur allgemeinen Zellgesundheit bei.
  • Antibakterielle und antimikrobielle Wirkung: Curcumin wird eine antibakterielle und antimikrobielle Wirkung zugeschrieben, die helfen kann, das Wachstum schädlicher Bakterien im Darm zu hemmen.
  • Unterstützung der Leberfunktion: Kurkuma kann die Leberfunktion unterstützen, da es zur Förderung der Galle und der Verdauungsorgane verwendet wird.
  • Verbesserung der Leistung: Studien zeigen, dass Kurkuma die Wachstumsleistung, die Futterverwertung und die Darmgesundheit bei Geflügel verbessern kann. Bei Legehennen kann es sich auch positiv auf die Eiqualität und Legeleistung auswirken.

Wichtige Hinweise:

  • Dosierung: Die optimale Dosierung von Kurkuma für Hühner kann variieren. Es ist ratsam, sich an Empfehlungen von Futtermittelherstellern oder erfahrenen Haltern zu halten. Oft wird eine Menge von 15 g pro 1 kg Futter genannt.
  • Kein Ersatz für Tierarzt: Kurkuma und andere Kräutermischungen sind als unterstützende Maßnahmen oder zur Vorbeugung gedacht und ersetzen keinesfalls einen Tierarztbesuch bei ernsthaften Erkrankungen.
  • Qualität des Kurkumas: Achten Sie auf hochwertige, pestizidfreie Kurkuma-Produkte.

Zusammenfassend kann Kurkuma eine wertvolle Ergänzung im Futterplan von Hühnern sein, um ihre allgemeine Gesundheit zu fördern, das Immunsystem zu stärken und die Verdauung zu unterstützen.

Mohn:

Mohn, insbesondere Blaumohn, kann eine gute Ergänzung im Futter für Hühner sein, sowohl für Küken als auch für ausgewachsene Tiere. Hier sind die Hauptgründe, warum Mohn gut für Hühner ist:

Verdauungsförderung und Durchfallprophylaxe

Mohn wird oft in der Kükenaufzucht eingesetzt, da er die Verdauung unterstützen und Durchfall vorbeugen kann. Die feinen Körnchen regen den Appetit an und helfen den Küken, das Futter besser zu finden. Auch bei ausgewachsenen Hühnern kann Mohn bei Verdauungsproblemen hilfreich sein und sogar den Kotgeruch reduzieren.

Nährstoffreichtum

Mohnsamen sind reich an verschiedenen wichtigen Nährstoffen:

  • Fett: Mohn enthält einen hohen Fettanteil (bis zu 42%), was eine gute Energiequelle darstellt.
  • Proteine/Eiweiß: Mit einem Proteingehalt von etwa 22% (manche Quellen nennen sogar über 50% Rohprotein für speziellen Mohn für Geflügel) liefert Mohn wertvolle Bausteine für Wachstum und Legeleistung.
  • Mineralien und Spurenelemente: Mohn ist reich an Mineralien und Spurenelementen. Besonders hervorzuheben ist der hohe Calciumanteil (knapp 2,5%), was die Schalenqualität der Eier positiv beeinflussen kann.
  • Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren: Diese essenziellen Fettsäuren sind wichtig für die allgemeine Gesundheit, das Federwachstum und können während der Mauser unterstützen.
  • Lecithin und Lysin: Diese Stoffe tragen ebenfalls zur allgemeinen Vitalität und Entwicklung bei.

Weitere Vorteile

  • Appetitanregend: Die dunklen Körnchen sind für Hühner attraktiv und können dazu anregen, mehr Futter aufzunehmen.
  • Antibakteriell und entzündungshemmend: Es wird vermutet, dass Mohn eine leicht antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung haben kann.
  • Stärkung des Immunsystems: Durch seine vielfältigen Nährstoffe kann Mohn zur Stärkung des Immunsystems beitragen.

Wichtige Hinweise zur Fütterung

Obwohl Mohn viele Vorteile hat, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  • Dosierung: Mohn sollte als Zusatzfutter und nicht als Hauptbestandteil der Ernährung gefüttert werden. Eine gängige Empfehlung für Küken ist ein kleiner Teelöffel pro Tag, während für ausgewachsene Hühner etwa drei Mal pro Woche ein Teelöffel ausreichen kann. Es ist wichtig, die Dosis nicht zu übertreiben, da Mohn sehr fetthaltig ist und zu viel davon Verdauungsprobleme oder Verfettung verursachen kann.
  • Art des Mohns: Es wird in der Regel Blaumohn empfohlen, wie er auch in der Backabteilung zu finden ist. Schlafmohn, aus dem Opium gewonnen wird, sollte vermieden werden, obwohl die Samen in Speisemohn in der Regel nur sehr geringe Mengen an Alkaloiden enthalten, die für Tiere unbedenklich sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Mohn eine wertvolle Ergänzung im Futterplan deiner Hühner sein kann, um ihre Gesundheit und Vitalität zu fördern

Leinöl:

Leinöl ist aus verschiedenen Gründen eine gute Ergänzung für die Fütterung von Hühnern:

Reich an Omega-3-Fettsäuren

Leinöl hat von allen Pflanzenölen den höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, insbesondere Alpha-Linolensäure (ALA). Diese essentiellen Fettsäuren sind wichtig für die allgemeine Gesundheit der Hühner und tragen zu einem ausgewogenen Fettsäureprofil bei. Wenn Hühner Omega-3-reiche Futtermittel wie Leinöl bekommen, kann das auch den Omega-3-Gehalt in den gelegten Eiern erhöhen, was für den menschlichen Verzehr vorteilhaft ist.

Unterstützung des Stoffwechsels und des Immunsystems

Die im Leinöl enthaltenen Fettsäuren unterstützen den Stoffwechsel der Hühner und können das Immun- und Nervensystem stärken. Dies trägt zur Vitalität und zum allgemeinen Wohlbefinden der Tiere bei.

Fördert glänzendes Gefieder und optimale Zuchtbereitschaft

Leinöl kann sich positiv auf das Gefieder auswirken und für einen „glänzenden Auftritt“ sorgen. Zudem fördert es bei Zuchtgeflügel eine optimale Zuchtbereitschaft.

Verdauungsfördernd und staubbindend

Leinöl kann den Magen-Darm-Bereich unterstützen. Darüber hinaus wirken Fette im Futter staubbindend, was die Futteraufnahme angenehmer machen kann.

Energielieferant

Insbesondere in den kälteren Monaten kann Leinöl eine zusätzliche Energiequelle für Hühner sein.

Worauf sollte man achten?

  • Dosierung: Es ist wichtig, Leinöl in der richtigen Menge zu füttern. Eine gängige Empfehlung ist 5 ml Leinöl pro 1 kg Hauptfutter. Bei Leinsamen (nicht Leinöl) sollte man darauf achten, diese geschrotet zu füttern, da sie sonst unverdaut ausgeschieden werden.
  • Qualität: Verwenden Sie am besten kaltgepresstes Leinöl, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten.
  • Lagerung: Leinöl sollte trocken und kühl gelagert und nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden, da es sonst schnell ranzig wird.

Durch die Zugabe von Leinöl zum Futter können Sie die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Hühner auf natürliche Weise unterstützen und gegebenenfalls die Qualität der Eier verbessern.

Produkte und Links

Ich wünsche euch viel Spaß beim ausprobieren und euren Hühnern einen guten Appetit. Einen Beitrag zur Hühnerhaltung findet ihr hier.

Rezept für Küken- und Hühnerfutter selbst hergestellt:

Küken- und Hühnerfutter selbst hergestellt

Rezept von loveliveeatlandleben
Gericht: HühnerhaltungSchwierigkeit: Einfach
Für 5 Hühner

5

Portionen
Vorbereitung

15

minutes
Zubereitung

10

minutes

Zutaten:

  • 4 Stück Eier

  • 5 Stück große Karotten

  • 1 großes Bund Brennnessel – am besten frisch aus dem Garten, man kann auch mal Gurke oder Petersilie nehmen

  • 1 optional Apfel

  • Haferflocken fein

  • Bierhefe – in Pulver oder gemahlener Form

  • Kurkuma (Pulver)

  • Oregano getrocknet

  • Blaumohn pur

  • Leinöl

Zubereitung:

  • Die Eier hart kochen, am besten 9-10 Minuten.
  • Währenddessen Karotten und Apfel fein raspeln, direkt in eine große Schüssel
  • Die Brennnesseln hacken oder in einer Küchenmaschine fein zerkleinern, in die Schüssel geben.
  • Eier hacken oder in einer Küchenmaschine fein zerkleinern, in die Schüssel geben.
  • Alle trockenen Zutaten ebenfalls in die Schüssel geben, das Öl zugeben.
  • Alles gut vermengen und den Hühnern direkt verfüttern.
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