Spargel mit Bärlauchbutter und Parmesan

Ich liebe die Spargelsaison und ich genieße sie in vollen Zügen. Ich esse grünen und weißen sehr sehr gerne und am liebsten mit Sauce Hollandaise, aber natürlich müssen auch mal andere Varianten her, denn sonst wird man ja der Lieblingsversion überdrüssig.

Daher heute mal eine Abwandlung des weißen Spargels mit einem tollen Kraut, dem Bärlauch. Auch ein wunderbarer Begleiter im Frühling und so vielseitig. Ich hoffe ich kann euch zu ihm auch noch viele Rezepte vorstellen. Nun aber zum heutigen Rezept, es ist so kinderleicht und lecker zugleich. Ihr benötigt nur weißen Spargel, Bärlauch (oder auch Petersilie), Butter, Parmesan und ein paar Gewürze. Auf dem Bild seht ihr übrigens frittierte Bärlauchblüten. Die sind ein absolutes Highlight, sowohl geschmacklich, als auch optisch. Dafür gebt ihr sie kurz in siedendes Öl, bis sie goldgelb sind. Trocknet sie auf Küchenpapier und salzt die Blüten ein wenig… perfekt.

Die wichtigsten Zutaten:

Bärlauch ist ein beliebtes Wildgemüse, das im Frühjahr in vielen Wäldern zu finden ist. Hier sind einige wichtige Informationen über Bärlauch:

Eigenschaften und Geschmack:

  • Bärlauch gehört zur Familie der Lauchgewächse und ist eng mit Knoblauch, Zwiebeln und Schnittlauch verwandt.
  • Er hat einen intensiven, knoblauchähnlichen Geschmack, der jedoch milder ist als der von Knoblauch.
  • Die Blätter sind lanzettlich, hellgrün und haben einen charakteristischen Knoblauchgeruch.

Saison und Ernte:

  • Die Bärlauchsaison beginnt im März oder April und dauert bis Mai oder Juni.
  • Die Blätter werden vor der Blüte geerntet, da sie danach bitter werden.
  • Beim Sammeln ist Vorsicht geboten, da Bärlauch leicht mit giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt werden kann.

Verwendung in der Küche:

  • Bärlauch kann vielseitig in der Küche verwendet werden, z. B. für Pesto, Suppen, Saucen, Salate und Kräuterbutter.
  • Er kann auch als Ersatz für Knoblauch oder Schnittlauch verwendet werden.
  • Die Blüten und Samen des Bärlauchs sind ebenfalls essbar.

Gesundheitliche Vorteile:

  • Bärlauch enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Eisen, Magnesium und ätherische Öle.
  • Er soll blutdrucksenkend, entzündungshemmend und verdauungsfördernd wirken.

Wichtige Hinweise:

  • Beim Sammeln von Bärlauch ist es wichtig, ihn sicher zu identifizieren, um Verwechslungen mit giftigen Pflanzen zu vermeiden.
  • Es ist ratsam, Bärlauch nur in kleinen Mengen zu sammeln, um die Bestände zu schonen.
  • Vor dem Verzehr sollte Bärlauch gründlich gewaschen werden.

Weißer Spargel:

Weißer Spargel ist ein saisonales Gemüse, das besonders in Deutschland sehr beliebt ist. Hier sind einige wichtige Informationen zu weißem Spargel:

Anbau und Ernte:

  • Weißer Spargel wächst unterirdisch in Erdwällen. Dadurch erhält er kein Sonnenlicht und bleibt weiß.
  • Die Erntezeit ist begrenzt und liegt typischerweise zwischen Mitte April und dem 24. Juni (Johannistag).
  • Die Spargelernte ist sehr arbeitsintensiv, da die Stangen von Hand gestochen werden müssen.

Eigenschaften und Geschmack:

  • Weißer Spargel hat einen milden, zarten und leicht nussigen Geschmack.
  • Er muss vor dem Verzehr geschält werden, da die Schale holzig und bitter sein kann.

Zubereitung:

  • Weißer Spargel wird meist gekocht und mit verschiedenen Beilagen wie Kartoffeln, Schinken oder Sauce Hollandaise serviert.
  • Die Kochzeit hängt von der Dicke der Stangen ab und beträgt in der Regel 10 bis 15 Minuten.
  • Aus den Schalen und Endstücken des Spargels lässt sich eine schmackhafte Spargelbrühe kochen.

Gesundheitliche Vorteile:

  • Spargel ist kalorienarm und enthält viele wertvolle Nährstoffe wie Vitamine (A, C, E, K und B-Vitamine) und Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Eisen).
  • Er wirkt entwässernd und verdauungsfördernd.

Wichtige Hinweise:

  • Beim Kauf sollte man auf frischen Spargel achten. Dieser erkennt man an festen, geschlossenen Köpfen und feuchten Schnittstellen.
  • Frischer Spargel quietscht, wenn man ihn aneinander reibt.
  • Spargel sollte nach dem Kauf möglichst schnell verarbeitet werden.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim nachkochen. Ein weiteres Rezept für den Frühling findet ihr hier.

Rezept Spargel mit Bärlauchbutter und Parmesan:

Spargel mit Bärlauchbutter und Parmesan

Rezept von loveliveeatlandleben
Gericht: Spargel, BeilageKüche: DeutschSchwierigkeit: Einfach
Portionen

2

Portionen
Zubereitung

40

minutes

Zutaten:

  • 1 kg Weißer Spargel

  • 200 g Butter

  • 1 Bund Bärlauch auch gern mit Blüten

  • 100 g Parmesan

  • Salz, Pfeffer, Zucker

  • Zitronensaft

Zubereitung:

  • Den Spargel schälen und die trockenen Enden abschneiden
  • Das Kochwasser salzen, pfeffern, etwas Zucker und Zitronensaft zugeben
  • Den Spargel etwa 12 bis 15 Minuten garen in nicht stark kochendem Wasser, er muss ziehen. Ich mag ihn eher bissfest, aber das ist ja Geschmackssache. Daher dann raus nehmen, wenn er eure gewünschte Konsistenz hat.
  • In der Zwischenzeit den Bärlauch hacken und die Butter schmelzen. Den Bärlauch in die Butter geben, salzen und pfeffern.
  • Nun den abgetropften Spargel mit der Butter servieren und alles mit geriebenen Parmesan toppen.
  • Dazu passt natürlich ein gutes und frisches Brot oder auch Kartoffeln. Ich wünsche euch auf jeden Fall guten Appetit.
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Fichtennadelhonig – ein Heilmittel aus Maispitzen

Ein Rezept für eine Art Honig oder Sirup aus jungen Fichtennadeln

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Es ist Mai und im Mai kann man wunderbar junge Fichtenspitzen ernten und daher geht es heute um Fichtennadelhonig. Das sind die kleinen jungen Triebe von Fichtenbäumen. Dies solltet ihr idealerweise auf eurem eigenen Grundstück sammeln oder bei Bekannten pflücken. Wenn ihr in Wäldern sammelt, solltet ihr besser vorher jemanden (wie Forstleute) fragen ob ihr das dürft. Gesammelt wird am besten nur von mittelgroßen oder großen Bäumen. Denn kleine sollen ja noch wachen. Allerdings bitte nur immer eine Hand voll und niemals die Spitze pflücken. Da ja die Bäume weiterhin nach oben und grade wachsen sollen. Damit die Spitzen nicht stocken, am besten in einem Netz oder einem luftdurchlässigen Stoffbeutel sammeln. Außerdem idealerweise am selben Tag noch weiter verarbeiten. Also einlegen oder zum Trocknen vorbereiten.

die frisch gesammelten Fichtenspitzen im Netz

Man kann den Sirup um den es heute geht als Brotaufstrich, zum kochen oder auch als Hustensaft verwenden. Denn Fichten und Tannen haben durch ihre ätherischen Öle wunderbar heilsame Wirkungen und sind gut für unseren Körper. Neben einem Honig kann man auch Öle, Tee, Zucker, Salze oder Badezusatz herstellen. Ich hoffe ich kann euch bald noch ein paar Rezepte vorstellen.

Ein weiteres Rezept mit Heilkräutern findet ihr hier. Hier stelle ich euch die Brennnessel vor.

Hier ein paar positive Eigenschaften von Fichtennadeln:

Äußere Anwendung (zum Beispiel mit Ölen):

  • durchblutungsfördernd, um zum Beispiel Muskelschmerzen zu lindern
  • gegen Muskelkater und Verspannungen
  • wirksam gegen Rheuma, Hexenschuss und Gicht

Innere Anwendung:

  • antibakteriell, hilfreich bei Husten oder anderen Infektionen der Atemwege
  • lindert Husten und löst den Schleim
  • gegen Blasenentzündungen
  • fördert die Durchblutung
  • blutreinigend
  • entzündungshemmend

Nun aber langsam zur Zubereitung. Das Rezept was ich euch heute runter schreibe ergibt ungefähr 5 Gläser (ich habe alte Marmeladengläser und Honiggläser verwendet). Also jeweils um die 500 Gramm Inhalt. Schon einmal als Vorinformation, der Sirup verändert beim Kochem immer wieder seine Farbe und seine Konsistenz. Also je dicker und dunkler ihr ihn haben wollt, umso länger müsst ihr ihn köcheln lassen. Zwischendurch könnt ihr auch kleine Proben abnehmen, die ihr kurz in den Kühlschrank stellt, um so die Konsistenz zu testen.

Fichtennadelhonig Rezept:

Was ihr benötigt:

  • 500 g junge Fichtennadeln – wenn ihr den Sirup intensiver machen wollt könnt ihr auch mehr sammeln
  • einen Eimer
  • einen schweren Gegenstand zum Beschweren (der in den Eimer passt) – ich habe einen Teller benutzt
  • Waage oder Messbecher
  • einen großen Topf
  • 3 Bio Zitronen
  • 2 Kilogramm Zucker
  • saubere und trockene Gläser* mit passenden Deckeln, je nach Größe unterschiedliche Mengen – ich habe 5 benötigt á etwa 500 Gramm
  • 1 Tag Zeit
Nadeln im Wasser – bevor sie ruhen
Der Sud mit Spitzen und Zitrone vor dem ersten Kochen.

Fichtennadelhonig Zubereitung:

  1. Als erstes die gesammelten Fichtennadeln im Spülbecken oder in einer großen Schüssel in kaltem Wasser waschen. Dann die Nadeln in einem Sieb auffangen und in den Eimer geben.
  2. Nun den Eimer mi frischem, kaltem Wasser auffüllen, so dass die Spitzen mit Wasser komplett bedeckt sind. Anschließend einen Teller oder anderen Gegenstand darauf legen. Damit alles im Wasser versinkt und bedeckt bleibt.
  3. Den Eimer nun bis zum nächsten stehen lassen. Also mindestens 12 Stunden, damit der Sud entsteht. Bei mir waren es etwa 16 Stunden.
  4. Nach der Ruhephase habe ich etwa 3 Liter von dem Sud aus dem Eimer in den Topf gegeben und einen großen Schwung der Nadeln dazu gegeben.
  5. Die geschnittenen Zitronen habe ich hinzu gegeben.
  6. Alles zusammen habe ich aufkochen lassen und etwa 30 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.
  7. Danach die Nadeln und die Zitronen durch ein Sieb abgießen und den Sud auffangen.
  8. Davon nun die 2 Liter Sud für euren Honig abmessen und in den Topf zurück geben.
  9. Anschließend mit genauso viel Zucker vermischen. Ich habe 2 Liter Fichtenwasser gehabt, also habe ich es mit 2 Kilo Zucker aufgefüllt. Den Zucker durch Rühren auflösen.
  10. Hier könnt ihr noch einmal kosten ob es euch genug Säure enthält. Gegebenenfalls dann etwas Zitronensaft dazu geben
  11. Jetzt den Sirup aufkochen lassen und bei geringer Hitze etwa 30-60 Minuten köcheln lassen. Er verändert immer wieder seine Konsistenz und seine Farbe. Das heißt er wird immer dickflüssiger und dunkler.
  12. Nach ca. 30 Minuten habe ich das erste mal gekostet – bitte vorsichtig der Sirup ist ja extrem heiß. Ich habe mich insgesamt für eine Kochdauer von 90 Minuten entschieden, da ich den Honig dunkel und dickflüssig haben wollte. Beim nächsten Mal werde ich es noch länger versuchen.
  13. Wenn euch euer Honig schmeckt und gefällt könnt ihr ihn in die vorbereiteten Gläser abfüllen und diese gut verschließen.
  14. Ich lagere den Fichtennadelhonig im Kühlschrank, aber das geht sicher auch im Keller. Da sehr viel Zucker enthalten ist, müsste er sich auch extrem lange halten.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß und beim anschließenden Nachkochen vom Fichtennadelhonig. Und ich hoffe er schmeckt euch so gut wie mir. Es gibt sicher viele Varianten für dieses Rezept und ich hoffe ich kann demnächst noch ein paar ausprobieren. Noch ist die Saison ja nicht vorbei.

Rezept für Fichtennadelhonig
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